Naturimkerei-Schmidt

Honig lässt sich importieren... Bestäubung nicht!

Was ist Propolis?

Propolis ist eine Masse, die von Bienen hergestellt wird. Propolis wird von den Bienen im Bienenstock in den Wabenzellen und an den Fluglöchern vor dem Bienenstock, angebracht. Die Masse ist in frischer Form klebrig, sie besteht aus einem Gemisch von Baumharzen, Pollenbalsam, Wachsen, Blütenpollen, Honig und körpereigenen Stoffen der Biene und verfestigt sich allmählich zu Klumpen. Zu größten Teilen aus Harzen bestehend, verwenden Bienen die antibiotische und antivirale Propolis-Masse, um den Stock vor Krankheitserregern zu schützen und offene Ritzen in der Behausung zu füllen. Auf Teile des Bienenstocks geklebt, besitzt Propolis gute Hafteigenschaften und die Masse härtet dort aus.


Entstehung von Proplis

Bienen fliegen täglich mehrmals aus, um die Komponenten für all ihre Produkte zu sammeln. Für die Propolis-Herstellung machen sich einige Bienen auf die Suche nach Bäumen, da Harz der Hauptbestandteil von Propolis ist. Dafür kommen Nadelbäume und Laubbäume in Frage. Bevorzugte Baumarten für Propolis in Mitteleuropa sind Fichten, Tannen, Buchen, Kastanien, Ulmen, Eschen, Pappeln, Erlen, Birken, Obstbäume. Von den Knospen und wunden Stellen der Bäume erntet die Biene die harzige Substanz und speichelt sie ein. Wie bei der Blütenpollen-Ernte schiebt die Biene für den Transport das Gemisch zu den Hinterbeinen, wo sich sogenannte „Pollenhöschen“, oder auch „Pollenkörbchen“ oder „Pollensäcke“ bilden. Propolis ist klebrig, wenn es frisch von der Biene zum Bienenstock transportiert wird. Dort übergeben die Sammelbienen das Zwischenprodukt den Stockbienen. Mit Pollenbalsam von Blüten und Sträuchern und Bienenwachs vermischt, sondern die Stockbienen ihre körpereigenen Stoffe ab und fügen sie der Masse hinzu. Das Gemisch wird geknetet und die Harze geschmeidig gemacht. Nach dem Auskitten der Fluglöcher mit Propolis härtet es durch Abkühlung aus.


Funktion – Wozu dient Propolis den Bienen?

Viele kennen die Überlieferung, nach der die Alten Ägypter etwas beobachteten: Eine Maus war in einen Bienenstock gelangt und von den Bienen gestochen. Weil sie aber die Maus nicht aus dem Stock hinausbefördern konnten – dazu war sie zu groß und schwer für die Bienen – klebten sie das Tier mit Propolis zu. Die Maus verweste nicht. Als die Ägypter das sahen, experimentierten sie mit Propolis. So kam es, dass die Toten der Pharaonen mit Propolis einbalsamiert und für die Ewigkeit konserviert wurden.

Die erstaunliche Funktion von Propolis, eine undurchdringbare Barriere für Krankheitserreger zu schaffen, schützt die Bienenpopulation und ihre Aufzucht vor Keimen, Bakterien, Viren, Pilzen. Fremdkörper werden mit Propolis umhüllt und unschädlich gemacht. Tiere, die in den Bienenstock gelangen, und durch Bienenstiche sterben, verwesen nicht, wenn sie mit Propolis-Masse überzogen werden.

Die zweite Aufgabe besteht in der Reparaturfunktion: Bienen verwenden das noch weiche Propolis-Gemisch, um Risse und Fugen im Bienenstock zu kitten. Durch die Aushärtung des Materials ist die Behausung vor Kälte und Wind und dem Eindringen anderer Insekten geschützt.

Eine dritte Funktion ist die Wärmedämmung: Propolis sorgt für die Aufrechterhaltung einer konstanten Temperatur im Bienenstock. Bienen benötigen eine Temperatur von 35 Grad Celsius. Ist es zu heiß, schmelzen die Waben und die Bienen verkleben in ihrer eigenen Behausung mit dem Honig. Ist es zu kalt, ist die Brut gefährdet, zu sterben oder in der Entwicklung zurückzubleiben. Die spätere Intelligenz der Bienen ist erwiesenermaßen durch eine spezifische Brut-Temperatur gegeben. Die Brutwaben benötigen eine Temperatur von 36 Grad Celsius. Bei 36 Grad wurden die „klügsten Bienen“ herangezogen, wie Tests zeigten. Geringfügige Unterschiede zeigten eine verminderte Intelligenz und verzögertes Lernverhalten der jungen Bienen. Auch hinsichtlich Flügel- und Körpergröße wurde eine deutliche Abweichung durch einen Temperaturunterschied von 1 Grad plus oder minus beobachtet.


Warum ist Propolis so besonders?

Die faszinierende Funktion, die Propolis für die Bienenpopulation erfüllt, haben wir bereits oben gesehen. Für den Menschen ist Propolis einzigartig, weil es in dieser Form nicht synthetisch hergestellt werden kann. In einer kleinen Menge Propolis ist eine ungeheure Vielfalt an Stoffen unterschiedlicher Pflanzen- und Baumspezies enthalten. Die Bienen sammeln sie mehrmals täglich ein und vermischen sie mit enzymatischen Stoffen und Komponenten aus dem Bienenstock. Das Gemisch weist wohltuende, stärkende Wirkungen auf, die für den Menschen aus einer natürlichen Quelle stammen.


Inhaltsstoffe von Propolis

• Harze aus Bäumen und Pflanzen

• Balsam

• Wachs

• Ätherische Öle

• Blütenpollen

• Mineralstoffe

• Spurenelemente

• Vitamine

• Gerbstoffe

• Aminosäuren

• Enzyme

• Sekundäre Pflanzenstoffe

• Organische Bestandteile wie kleinste Holz- oder Rindenteile vom Baum

Insgesamt beinhaltet Propolis 150 – 300 einzelnen Komponenten, die die Wissenschaft noch nicht vollständig identifiziert hat.

Wie bei den Blütenpollen ist es schwer, eine genaue und quantitative Angabe über die Zusammensetzung zu machen. Die Inhaltsstoffe im Propolis schwankt stark und hängt vom Gebiet, Klima, Baum- und Pflanzenspezies und dem Bienenverhalten ab. Je höher ein Gebirge liegt, hier bezogen auf Mitteleuropa, umso eher sinkt die Anzahl der Bestandteile, weil die Artenvielfalt tendenziell abnimmt.


Wirkung von Propolis

Die Wirkung von Naturprodukten wie Propolis unterliegt den natürlichen Schwankungen der Inhaltsstoffe. Mehr als andere Naturprodukte stellen Bienenprodukte ein Erzeugnis dar, das dem aktiven Verhalten und der geografischen Lage der beflogenen Ursprungspflanzen unterliegt. Besonders in der Rohform gibt es keine einheitliche Verteilung der wirksamen Stoffe. Dennoch lassen sich Gruppen von Wirkweisen ausmachen. Die nachstehende Beschreibung der möglichen Wirkungen stützt sich auf wissenschaftliche Studien, in denen eine Wirkung aufgrund einzelner Inhaltsstoffe untersucht wurde.

Propolis zeigt folgende Eigenschaften:

• antibakteriell

• antiviral

• antimykotisch/ fungizid

• antibiotisch

• antikarzinogen

• wundheilend

• entzündungshemmend

• immunregulierend

• antioxidativ

• antiallergisch

• (neuroprotektiv)


Richtige Aufbewahrung von Propolis

Propolis brauchen eine dunkle und kühle Lagerung. In der Regel ist eine Aufbewahrung im Kühlschrank nicht notwendig. Zu beachten sind aber die jeweiligen Angaben auf den Produkten. Einige sind lichtempfindlich und brauchen eine konstant dunkle Umgebung.

Unerwünschte Wirkungen und Allergien durch Propolis

Wie bei jeder Substanz kann es auch bei Propolis als natürlichem Produkt zu unerwünschten Reaktionen kommen. Speziell bei Allergikern oder Pollen-Allergikern besteht die Möglichkeit, auf ein Propolis-Produkt mit Überempfindlichkeit zu reagieren. Propolis beinhaltet Pollen, auf die viele Menschen allergisch sind. Ein kleiner Test von äußerlich aufgetragenem Propolis schafft Klarheit, wenn keine Allergie bekannt ist. Bei bereits bekannter Allergie besser einen Arzt vor der Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel konsultieren. Mediziner können abschätzen, ob eine Einnahme Sinn macht.


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